Spiegel Online – Psychoterror: Experten fordern mehr Rechte für Mobbing-Opfer

Ich frage mich, was man überhaupt noch hierzu schreiben soll, was nicht schon einmal geschrieben wurde. – Mobbing wird niemals bekämpft werden können, wenn man zusammenhängende Strukturen und Phänomene noch nicht einmal analysieren möchte. Und das ist in der BRDDR immer noch der Fall.

Es gibt diverse Fragen, deren Beantwortung immer noch auf sich warten lässt.

Etwa die Frage nach der Abhängigkeit der Arbeitsgerichte von der Politik, die Mobbing in ihren Landes- und Bundesbetrieben einsetzt; etwa um Korruption zu vertuschen (Stichwort: Whistleblower) oder gar mit Hilfe des § 63 StGB in die Zwangspsychiatrie zu verfrachten, wie es Gustl Mollath ergangen ist.

So besteht bei den Arbeitsgerichten überhaupt kein Interesse daran, einen Status Quo zu schaffen, nach dem Mobbing justitiabel wird, obwohl sie es könnten.

Richter sind Arbeitnehmer des öffentlichen Dienstes und nicht nur finanziell von ihren Arbeitgebern abhängig, sondern schützen sie in den Fällen, wo es „unbequem“ für ihren Geldgeber werden könnte, obwohl sie als Beschäftigte gemäß  (§ 2 (2) Ziff. 5 ArbSchG Arbeitsschutzpflichten haben und für die Sicherheit und Gesundheit der Personen zu sorgen, die von ihren Handlungen oder Unterlassungen bei der Arbeit betroffen sind (§ 15 (1) S2. ArbSchG).

Und überhaupt ist die Hemmschwelle dem Mobbingopfer – nach dem es ggf. jahrelang die betriebliche Hölle erlebt hat – nun auch im „gerichtlichen Verfahren“ den „Kopf abzuschlagen“ (weil es ggf. politisch so gewollt ist), beliebig gering, da Richter für ihre Urteile, die keine sind, haftungsrechtlich nicht belangt, werden können.

Denn Scheinurteile und Scheinbeschlüsse, wie sie an deutschen Zivilgerichten fast ausschließlich vorkommen, begründen kein Verfahren und beenden es auch nicht. – Es sind nichts anderes als Urteilsentwürfe.

Alle Arbeitsrechtler wissen das, schweigen jedoch, weil sie befürchten müssen, „Prozesse“ nicht mehr gewinnen zu können oder sonst irgendwie Ärger zu bekommen.

Es wäre ihr wirtschaftliches Aus und deshalb spielen sie das Spiel zu Lasten der Opfer in aller Regel mit.

Die Podiumsdiskussion vernachlässigt die rechtlichen Voraussetzungen für ein faires Verfahren, wie es Art. 6 EMRK oder Art. 14 ICCPR verlangt, gänzlich. – Scheinverfahren zu führen, ist extrem menschenrechtswidrig.

Dies und den fehlenden staatlichen Mobbingschutz nach dem Arbeitsschutzgesetz (das seit 1996 besteht !) im Rahmen der parlamentarischen Kontrolle zu beleuchten und zu hinterfragen, wird von den Parteien, auch von den Grünen, bislang strikt abgelehnt. –

Warum wohl ?

 

Businesswoman leaning head on cubicle wall

Herausnehmen möchte ich einen Satz aus dem Artikel, der zutreffend ist:

„Wie eine Straftat, die sich gegen Leib und Leben richtet“

Als Kommentar hierzu fällt mir  ein medizinisches Statement ein, welches von der bayrischen Landesregierung (Arbeitsschutz) veröffentlicht wurde.

mobb 3

Mobbing – LfAS Bayern

Und seien wir doch einmal ganz ehrlich:

Passt ein effektiver Mobbingschutz zu der STASI-Richtlinie 1/76 oder auch zum § 63 StGB in einem Land, das nicht die Wiedervereinigung, sondern 1990 die Machtübernahme durch die DDR erfahren hat ?

merkel neues foto

Merkel, the Red footsoldier: German chancellor under fire over Communist links as image of her in uniform is released

Ich glaube nicht.

Zum Spiegel – Artikel …

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2 Gedanken zu „Spiegel Online – Psychoterror: Experten fordern mehr Rechte für Mobbing-Opfer

  1. Ich kann mich dem oben geschriebenen Artikel nur anschließen. Mobbing gehört im öffentlichen Dienst zum Führungsstiel. Diejenigen die diese Zustände öffentlich anprangen, werden ungehemmt und mit politischem Rückhalt so lange weiter gemobbt, bis sie letztenendes nur noch dem Psychoterror mit einer Kündigung entgehen können. Als Beschäfftigter des Landes Rheinland-Pfalz bin ich nun schon seit mehreren Jahren dieser Situation ausgesetzt. Erschwerend kommt in meinem Fall noch dazu, dass hier eigentlich noch das Schwerbehindertenrecht zur Anwendung käme. Aber auch hier fühlt sich keine Instanz verantwortlich!

    Als Opfer stehtst du alleine da; ohne Hilfe; ohne Beistand! Weder unsere Ministerpräsident in Frau Dreyer, noch verantwortlich eingesetzte Vertreter der Landesregierung regagieren auf Anfragen oder Schreiben.

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